Vitamin D

In diesem Artikel geht es um die Themen

- Vorkommen von Vit. D in Lebensmitteln,
- Die Eigensynthese von Vit. D,
- Aufnahme und Stoffwechsel von Vit. D,
- Funktionen im Organismus,
- empfohlene Zufuhr,
- Vit. D Mangel und Überdosierung,
- Risikogruppen und
- sonstig Wissenswertes.

Vitamin D ist eins der bekanntesten Vitamine und das nicht zu unrecht. Zum einen ist die Versorgung in Deutschland laut der Nationalen Verzehrsstudie 2 suboptimal und zum anderen hat spielt Vitamin D eine große Rolle im Hormonhaushalt des menschlichen Organismus'.

Vitamin D kann vom Menschen mit Hilfe des Sonnenlichtes synthetisiert werden. Trifft das UV-Licht der Sonne auf das 7-Dehydrocholesterol in der Haut entsteht Cholecalciferol auch Vitamin D genannt. Diese Form des Vitamins ist jedoch noch nicht die aktive Form. Deshalb wird das Cholecalciferol in der Leber durch das Enzym 25-Hydroxylase zu 25-Hydroxycholecalciferol katalysiert. Dieses wird wiederrum in der Niere zu Calcitriol metabolisiert. Calcitriol wird auch "D-Hormon" genannt und ist metabolisch aktive Form des Vitamins. Im Folgenden auch 1,25-(OH)2-D3 genannt.
Um über diese endogene Synthese ausreichend Vitamin D zu bilden benötigt es im Sommer 30 - 60 Minuten mit 8% freier Körperoberfläche unter direkter Sonneneinstrahlung. Im Winter wiederrum würde es bei gleichen Bedingungen 20 Stunden brauchen.

Auch über die Nahrung kann Vitamin D aufgenommen werden. Lebensmittel, die eine ausreichende Menge liefern werden jedoch nur selten oder in nicht ausreichendem Maße verzehrt. So liefern zum Beispiel Hering und Lachs pro Portion genügend Vitamin D pro Tag. Jedoch werden diese Lebensmittel im Durchschnitt nur selten verzehrt.

Die klassische Funktion des 1,25-(OH)2-D3 ist die Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes (Kalziumhomöostase). Die Zielorgane hierfür sind der Darm, die Niere und die Knochen.
Neuere Wirkungen, die dem Vitamin zugesprochen werden sind Einflussnahme auf Wachstum und Differenzierung der Haut, Kalziumtransport in den Muskeln und auch die Regulation der Immunzellen.
Die Hauptaufgabe des D-Hormons, die Kalziumhomöostase wird im Wesentlichen durch 2 weitere Hormone reguliert. Das Parathormon (PTH) und das Kalzitonin. Die PTH-Sekretion, der Nebenschilddrüse, steigt an, wenn der Calciumserumspiegel abfällt. Die Kalzitonin-sekretion, der Schilddrüse, jedoch steigt bei einem Anstieg des Calciumserumspiegels.

Die wünschenswerte Zufuhr an Vitamin D liegt laut DGE bei 20mcg/Tag. Das entspricht 800 I.E./Tag. Diese Menge muss bei fehlender Vitamin D Synthese über die Nahrung zugeführt oder supplementiert werden.

Zu den Risikogruppen zählen ältere Menschen, deren endogene Synthese mit dem Alter abnimmt, bettlägerige Menschen, die selten an die Sonne kommen, verschleierte Menschen, sowie Personen mit Erkrankungen mit Fettmalabsorption, wie z.B. Morbus Crohn.

Ein Vitamin D Mangel führt zu Störungen des Knochenwachstums in Länge und Form, Muskelschwäche, Deformation der Knochen sowie Knochen und Muskelschmerzen. Bei Säuglingen im Alter von 6-24 Monaten kann es zu einer Rachitis kommen.

Eine Überdosierung ist aufgrund der strengen Regulationsmechanismen nur durch eine exzessive Einnahme pharmakologischer Dosen bei unkontrollierter Selbstmedikation zu erreichen. Die erforderliche Dosierung liegt hier bei oraler Zufuhr von 50.000 I.E./Tag über einige Tage hinweg. Daher spricht sich die EFSA für einen Tolerable Upper Intake Level von 40.000 I.E./Tag (1000mcg/Tag). Mögliche Nebenwirkungen sind Erbrechen, Schwindel, Nierensteine und Hyperkalziämie.

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© Joscha Bastians - Personal Trainer